Michael ist Solution Architect für Testautomatisierung und KI bei Expleo – und das seit fast drei Jahrzehnten. Was als Informatikstudium an der Technischen Universität Berlin begann, wurde zu einer der bemerkenswertesten Karrieregeschichten im Unternehmen.
Schon während seines Studiums hat er parallel gearbeitet: bei der Qualitätssicherung für technische Konzepte und bei Performance-Analysen für Systemarchitekturen. Nach seinem Abschluss 1996 fing er bei der damaligen SQS in Köln an – dem Unternehmen, das heute Expleo ist. Und obwohl er zwischendurch kurz andere Wege gegangen ist – Zivildienst, zwei Jahre als Entwicklungsleiter bei einer anderen Firma – kam er immer wieder zurück. Der Grund? Ein Unternehmen, das ihm als Informatiker etwas bietet, das er so nicht erwartet hatte.
Fast 30 Jahre - und kein bisschen langweilig
Michael hat bei Expleo nahezu alles gemacht: interne Softwareprodukte entwickelt, Testautomatisierungsplattformen aufgebaut, als Berater bei Kunden gearbeitet und eines der größten Quality-Engineering-Teams in Deutschland mitgeführt – rund 50 Kolleginnen und Kollegen, alle im Bereich technischer Testthemen.
Heute ist er Solution Architect. Das bedeutet: Er kommt in ein Projekt, setzt die Architektur auf, führt ein kleines Team von Testautomatisierern, definiert die Vorgehensweise – und zieht sich dann schrittweise wieder zurück, wenn das Team läuft. Dann geht es weiter zum nächsten Projekt.
„Es ist immer neu, immer abwechslungsreich”, sagt Michael. „Man kommt nie in eine Ruhephase – aber genau das macht es spannend.”
Testautomatisierung kennt keine Branchengrenzen
Banken, Versicherungen, Finanzwirtschaft, Verteidigung – Michael hat in vielen verschiedenen Industrien gearbeitet. Kein Zufall, sondern Programm: Testautomatisierung ist ein Querschnittsthema. Es spielt überall eine Rolle, unabhängig von der Branche. Entscheidend ist die Technologie – nicht die Branche..
Eines seiner eindrucksvollsten Projekte war die Testautomatisierung bei einem Kunden im Finanzsektor. Dort hat Michael ein standardisiertes Framework entwickelt, das die Kollegen beim Kunden befähigt hat, die Tests irgendwann selbst weiterzuführen. Das Feedback war eindeutig:
„Eure Arbeit ist so gut, dass wir sie mit euren Mitteln selbst weiterführen.”
Ein anderes Projekt, das ihn besonders begeistert hat: die Testautomatisierung einer Rechenzentrumsinfrastruktur auf technischer Betriebssystemebene. Kein Klicken in Oberflächen, sondern echte technische Tiefe.
„Für mich als Informatiker natürlich eine tolle Spielwiese”, sagt er mit einem Lächeln.
KI - nicht als Bedrohung, sondern als Chance
Derzeit beschäftigt sich Michael intensiv mit dem Einsatz von KI in der Testautomatisierung. Keine Panik, kein Hype – sondern eine nüchterne, strategische Perspektive:
“Wir müssen uns in diese Richtung weiterbilden und wissen, wie wir das gewinnbringend in unserer täglien Arbeit einsetzen können.”
Er analysiert Werkzeuge, die es am Markt gibt, arbeitet mit Kollegen zusammen, die sich mit Large Language Models auskennen, und sucht nach dem Alleinstellungsmerkmal von Expleo im KI-gestützten Testing. Kein Schnellschuss, sondern eine fundierte Positionierung für die Zukunft.
Was ihn nach fast 30 Jahren noch hält
Die Kollegen – definitiv. Über fast drei Jahrzehnte hinweg hat Michael mit Menschen zusammengearbeitet, von denen er viel gelernt hat. Was bleibt, ist ein enger Kollegenkreis, der sich über die Jahre wie eine Art berufliche Familie anfühlt.
Und dann ist da noch etwas, das ihn als Informatiker überrascht hat:
„Testen gilt bei Informatikern oft nicht als die beliebteste Tätigkeit. Aber hier habe ich sehr viele Projekte erlebt, in denen wir sehr entwicklungsnah testen – mit echten architekturellen Aufgaben, die auch für Informatiker richtig spannend sind.”
Genau das war der Grund, warum er nach seinen kurzen Auszeiten immer wieder zurückgekommen ist.
Sein Rat an neue Kolleginnen und Kollegen
„Offenheit, Neugier und Technikbegeisterung – das sind die drei Dinge, mit denen man hier wirklich viel Spaß haben kann.”
Offenheit gegenüber neuen Teams, neuen Kontexten, neuen Menschen. Neugier, Dinge zu verstehen, die man vorher noch nie gesehen hat. Und ein bisschen Begeisterung für Technik, denn wer die mitbringt, findet bei Expleo einen Weg, der wirklich spannend ist.
